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EU will Kosovo-Verhandlungen wieder anschieben

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EU will Kosovo-Verhandlungen wieder anschieben

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Die EU versucht die festgefahrenen Verhandlungen über das Kosovo wieder in Gang zu bringen. Wolfgang Ischinger, der EU-Gesandte, traf dazu in Belgrad den serbischen Ministerpräsidenten Vojislav Kostunica. Bis 10. Dezember haben die Verhandlungspartner Zeit, sich über den endgültigen Status des Kosovo zu einigen. Kostunica betonte jedoch noch einmal, dass seine Regierung eine Unabhängigkeit der südserbischen Provinz nicht akzeptieren werde. Genau das fordert allerdings die Mehrheit der ethnischen Albaner im Kosovo.

Gestern hatten tausende Menschen in der Hauptstadt Pristina gegen die organisierte Kriminalität im Kosovo demonstriert. Anlass war die Ermordung eines Polizisten letzte Woche. Ohne einen funktionierenden Staat sei es nicht möglich, dafür zur sorgen, dass die Gesetze befolgt würden, sagte ein Abgeordneter. – Das Kosovo gehört offiziell zu Serbien, steht aber seit acht Jahren unter UN-Verwaltung, unterstützt von NATO-Truppen.