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Terrorverdacht: drei Festnahmen in Deutschland

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Terrorverdacht: drei Festnahmen in Deutschland

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Kurz vor dem Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 sind in Deutschland drei Terrorverdächtige festgenommen worden. Die drei Männer – zwei zum Islam konvertierte Deutsche und ein Türke – sollen Mitglieder des internationalen Netzwerks “Dschihad-Union” sein. In anschließenden Hausdurchsuchungen wurden im Sauerland Fässer mit über 700 Kilogramm Wasserstoffperoxydlösung sichergestellt. Nach Angaben des Bundeskriminalamtes hätten die Chemikalien ausgereicht, um Bomben mit einer höheren Sprengkraft als bei den Anschlägen von Madrid und London zu konstruieren.

Für Generalbundesanwältin Monika Harms konnte durch die Festnahmen das Schlimmste verhindert werden: “In einer gemeinsamen Kraftanstrengung ist es den Sicherheits und Strafverfolgungbehörden in der Bundesrepublik Deutschland gelungen, eine der bislang aus unserer Sicht schwerwiegendsten terroristischen Anschlagsplanungen in diesem Land rechtzeitig zu erkennen und sicher im Blick zu behalten, bevor es zum Ernstfall kommen konnte.”

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble lobt die Arbeit der Sicherheitsbehörden, eine reale Terrorgefahr abgewendet hätten: “Wir sind nicht nur in einer abstrakten Weise Teil des weltweiten Gefährdungsraums, sondern wir sind eben auch konkret durch den internationalen Terrorismus bedroht.”

Einer der nun Festgenommenen soll im Vorfeld die US-Militärbasis Ramstein ausgespäht haben. Nach Medienberichten hätten es die Islamisten vorrangig auf US-Interessen in Deutschland, aber auch auf den Frankfurter Flughafen abgesehen. Dem Bundeskriminalamt zufolge sollten dabei so viel Menschen wie möglich getötet oder verletzt werden.