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Gemischte Reaktionen auf Erlaubnis zur Züchtung von Misch-Embryonen

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Gemischte Reaktionen auf Erlaubnis zur Züchtung von Misch-Embryonen

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Großbritannien erlaubt die umstrittene Forschung mit Misch-Embryonen aus menschlichem und tierischem Erbgut. Menschen, die an Krankheiten wie Parkinson oder Alzheimer leiden, sollen davon profitieren. In dem Verfahren wird menschliche DNA in eine entkernte tierische Eizelle eingepflanzt. Die entstehenden Hybrid-Embryonen sind zu 99,9 Prozent menschlich. Ihnen werden dann Stammzellen zur Forschung entnommen.

Angela McNab, Sprecherin der britischen Aufsichtsbehörde HFEA sagte im Hinblick auf skeptische Reaktionen: “Viele Menschen haben anfangs Sorge oder Unbehagen wegen dieser Art Forschung. Aber interessanterweise, sobald die Menschen verstehen, worum es genau geht, sehen sie mehr den möglichen Nutzen und fühlen sich wohler damit.”

Dagegen bringen Kritiker vor, dass die Züchtung von Mischembryonen aus Mensch- und Tierzellen gegen ethische Grundsätze verstoße. Anthony Ozimic von der Gesellschaft zum Schutz ungeborener Kinder meint: “Der Rummel um die Hybriden wird von denen veranstaltet, die ein persönliches Interesse am Stammzellenforschungs-Fonds haben und wieder verursacht die profit-hungrige Biotechnologie-Industrie falsche Hoffung bei Patienten.” – In den USA, China und Kanada gibt es bereits ähnliche Projekte. In Deutschland ist die Arbeit mit Stammzellen nur eingeschränkt erlaubt.