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Fehlzündung vereitelt Terroranschlag der ETA

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Fehlzündung vereitelt Terroranschlag der ETA

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Die baskische Untergrundorganisation ETA hat ihre Forderungen erneut durch Gewalt untermauert. Rund 60 Kilogramm Sprengstoff hatten die Terroristen in diesem Wagen in der nordspanischen Stadt Logrono versteckt. Als die Autobombe gegen 23,30 Uhr explodieren sollte, versagte der Zünder. Die Polizei entschärfte den Sprengsatz. Der Wagen war in der Innenstadt vor einem Gebäude des Verteidigungsministeriums geparkt. Wenn er explodiert wäre, hätte es eine Katastrophe geben können, so der Bürgermeister.

Nur Stunden zuvor hatte die ETA in einer neuen Erklärung gedroht, “den spanischen Staat an allen Fronten zu schlagen.” Innen-Staatssekretär Antonio Camacho sagte, die ETA habe erneut den Weg der Gewalt gewählt. Sie solle wissen, dass dieser Weg auf ihr eigenes Ende zuführe. Der Rechtsstaat werde siegen und die ETA verschwinden.

Logrono liegt in der Region Rijoa, die sowohl an das Baskenland, als auch das teilweise baskisch-sprachige Navarra angrenzt. Im baskischen San-Sebastien kam es bei einer verbotenen Sympathiekundgebung für ETA-Häftlinge zu Zusammenstößen mit der Polizei. Die Sicherheitskräfte setzten Gummigeschosse ein, die Demonstranten warfen mit Flaschen. Fünf Polizisten wurden verletzt.

In ihrem Kampf für ein autonomes Baskenland hat die ETA in den vergangenen 40 Jahren mehr als 800 Menschen getötet. Laut Umfragen lehnt die Mehrheit der Basken die Unabhängigkeit ab.