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Kundgebungen gegen die Gewalt

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Kundgebungen gegen die Gewalt

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Nach den schweren Anschlägen der letzten Tage haben Tausende Algerier an einer Regierungs-Kundgebung gegen die Gewalt teilgenommen. In der Hauptstadt Algier und vielen anderen Orten gab es Unterstützungstreffen für den Kurs der nationalen Versöhnung von Präsident Abdelaziz Bouteflika, in einem Land, dass schon seit 1992 unter dem islamitischen Terror leidet. Der Präsident des algerischen Gewerkschaftsbundes, Sidi Said, rief seine Landsleute auf, den Terroristen zu zeigen, dass sie in Algerien keinen Platz haben.

Vor 15 Jahren hatte die Regierung den Wahlsieg der FIS – der islamischen Heilsfront – annulliert. Es folgent 10 Jahre Attentate: eine schleichender Bürgerkrieg mit fast 200 Tausend Toten. Zohra Bencharef erzählt, dass vor 10 Jahren ihr Sohn, ein Journalist, von Terroristen getötet wurde. Nun unterstützt sie den Versöhnungskurs des Präsidenten. Doch der hat offenbar wenig Erfolg: Die algerischen Islamisten haben sich mittlerweile Al-Kaida unterstellt und verwenden nun auch Selbstmordattentäter. Die beiden Anschläge der vergangenen Woche haben fast 60 Menschen das Leben gekostet.