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Notenbanken zu US-Kreditkrise: Marktgeschehen genau beobachten

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Notenbanken zu US-Kreditkrise: Marktgeschehen genau beobachten

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Die durch die US-Immobilienkrise ausgelösten Turbulenzen an den Finanzmärkten dürften für die Weltwirtschaft nicht ohne Folgen bleiben. Das erklärte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet nach einem Treffen der wichtigsten Notenbanker in Basel. Das derzeit nervöse Geschehen an den Märkten werde von den Zentralbanken genau beobachtet. Ganz besonders gelte dies für die USA.

Die Notenbanken hatten in den vergangen Wochen zur Stützung der Kreditwirtschaft Sondermittel in den Finanzkreislauf gepumt. Auslöser war der hohe Anteil von Risikokrediten unter den Hypothekendarlehen in den USA. Die sogenannten Subprimes machen inzwischen mehr als ein Viertel am gesamten Markt für Immobilienkredite aus.

Dies hatte negative Folgen weltweit. Jüngste Anzeichen dafür waren die überraschend schwachen Wachstumszahlen aus Japan. So schrumpfte die Wirtschaft des Landes im zweiten Quartal um real 0,3 Prozent. Es war der erste Rückgang seit zweieinhalb Jahren.

Ein Regierungssprecher in Tokio warnte vor weiteren Vertrauensverlusten der Finanzmärkte.
Das Problem der Risikokredite belaste den Sektor, auch wenn die japanischen Fundamentaldaten in Ordnung seien.

Die Börse in Tokio reagierte auf die Zahlen am Montag mit starken Verlusten. Mit Spannung wird nun die weitere Entwicklung der US-Konjunktur abgewartet.