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Anhaltende Kritik in USA an Irak-Einsatz

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Anhaltende Kritik in USA an Irak-Einsatz

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Der US-Oberbefehlshaber im Irak hat mit seinem Fortschrittsbericht die Kritiker nicht besänftigt. Der Vortrag von David Petraeus wurde auch von den amerikanischen Soldaten im Irak aufmerksam verfolgt. Petraeus erklärte im US-Repräsentanten-Haus, die rund 30.000 Soldaten, die Anfang des Jahres zusätzlich in den Irak gebracht worden waren, könnten bis zum kommenden Sommer abgezogen werden. Auch in der irakischen Öffentlichkeit trifft der Bericht auf großes Interesse.

David Petraeus war gestern im Repräsentantenhaus erschienen, um von Ausschüssen der Kammer befragt zu werden.
Der Vorsitzende des Aussenpolitischen Ausschusses, der Demokrat Tom Lantos, sprach von einem Fiasko im Irak. Der Oberkommandierende im Irak wird jedoch im US-Kongress von beiden Seiten geschätzt. Für die Probleme des Irak gebe es keine schnelle Lösung, sagte David Petraeus. Ein Erfolg im Irak sei möglich, doch dafür brauche es Zeit. Alle Analysen hätten gezeigt, dass ein verfrühter Truppenabzug verheerende Folgen haben könnte.

Heute soll Petraeus dem Senat Rede und Antwort stehen. Gegegenwärtig sind gut 160.000 amerikanische Soldaten im Irak stationiert. Viele kommen von dem Truppenstützpunkt Fort Hood im Bundesstaat Texas, dem Heimatstaat von Präsident Bush. Er wolle nicht in den Irak zurück, sagte ein Soldat, denn er habe eine Familie, zwei Kinder, und die vermisse er im Irak sehr. Mehr als 3700 Soldaten kamen bei dem Irak-Einsatz ums Leben.