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Raketenangriff auf israelischen Stützpunkt

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Raketenangriff auf israelischen Stützpunkt

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Eine palästinensische Rakete hat in der Nähe der israelischen Stadt Aschkelon einen Militärstützpunkt getroffen. Der Stützpunkt liegt nur einen Kilometer vom Gazastreifen entfernt; nach neuen Angaben wurden rund siebzig Soldaten verletzt oder erlitten einen Schock.

Die Soldaten absolvierten dort ihre Grundausbildung. Sie waren in Zelten untergebracht; daher wurden viele durch Splitter verletzt. Bei dem Angriff in der Nacht schliefen die Rekruten gerade. Das israelische Frühwarnsystem löste noch Alarm aus; die Rakete schlug aber schon Sekunden später ein. Nach israelischen Berichten wurden noch zwei weitere Raketen abgefeuert, die aber in unbewohntem Gebiet landeten.

Zu dem Angriff bekannten sich gemeinsam zwei Gruppierungen militanter Palästinenser: die Saladin-Brigaden der Volkswiderstandskomitees und die Al-Kuds-Brigaden des Islamischen Dschihad. Die Hamas-Partei, die nach der gewaltsamen Machtübernahme im Juni den Gazastreifen kontrolliert, begrüßte den Angriff.

Der Raketenangriff war mit der hohen Zahl der Verwundeten der schwerste, den es jemals in Israel gab. Dort beginnt nun wieder die Diskussion, ob die Armee erneut im Gazastreifen einmarschieren sollte, den sie vor zwei Jahren erst geräumt hatte. Die Regierung hat sich erst vor kurzem wieder dagegen entschieden: mit Blick zum einen auf mögliche hohe Verluste und zum anderen auf die bevorstehende Nahost-Friedenskonferenz in den USA.