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Frankreich bleiben 28 Millionen Euro Bußgeld wegen nitratbelasteter Gewässer vorerst erspart

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Frankreich bleiben 28 Millionen Euro Bußgeld wegen nitratbelasteter Gewässer vorerst erspart

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Die Europäische Kommission verzichtete darauf, das Land erneut vor Gericht zu bringen, obwohl mehrere Trinkwasser-Entnahmestellen weiterhin zu hoch belastet sind. Doch konnten die Franzosen mit den jüngsten Gegenmaßnahmen die Behörde in Brüssel besänftigen. Vor sechs Jahren hatte der Europäische Gerichtshof Frankreich schon wegen zu hoher Nitratwerte verurteilt. Bis zu diesem Juni fand die Kommission die Gegenmaßnahmen ungenügend und hatte daher erneut mit einer Klage gedroht.

Weiter belastet bleibt wegen der intensiven Landwirtschaft die Bretagne. Allein 50 Prozent der Schweinezucht ganz Frankreichs konzentrieren sich hier, auch der Anteil an Rinder- und Geflügelzucht ist hoch. Durch Exkremente und Dünger liegt die Nitratbelastung in der Region deshalb weiterhin an neun Entnahmestellen über den 50 Milligramm pro Liter, die in der EU erlaubt sind. Die Kommission will daher Frankreichs Aktionsplan zur Abhilfe genau im Auge behalten.