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Früherer philippinischer Präsident Estrada zu lebenslanger Haft verurteilt

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Früherer philippinischer Präsident Estrada zu lebenslanger Haft verurteilt

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Der frühere philippinische Präsident Joseph Estrada ist der schweren Korruption schuldig gesprochen und zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die mit Spannung erwartete Urteilsverkündung wurde live in den philippinischen Medien übertragen. Vom Vorwurf des Meineides war der 70-Jährige zuvor freigesprochen worden. Der frühere Action-Filmstar war angeklagt, während seiner zweieinhalbjährigen Amtszeit rund 62 Millionen Euro in die eigene Tasche gesteckt haben und bei seiner Vermögensdeklaration gelogen zu haben. Aus Furcht vor wütenden Reaktionen von Estradas Anhängern wurden die Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft versetzt. Die Schulen im Umkreis des Gerichts und eine nahe gelegene Autobahn wurden geschlossen. Estrada war 2001 nach Massenprotesten wegen der angeblichen Annahme von Schmiergeldern und der Loyalitätsverweigerung des Militärs aus dem Amt gezwungen worden. Seine Anhänger hatten seinerzeit versucht, den Präsidentenpalast zu stürmen.