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Ist "made in china" gefährlich ?

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Ist "made in china" gefährlich ?

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Sollte man Produkten “ made in China” jetzt grundsätzlich mit Mißtrauen begegnen? Nach drei Rückrufaktionen in Folge bei Mattel. Schließlich lässt die Firma ein Drittel ihres Spielzeugs in China fertigen. Bei einem Treffen mit US-Regierungsvertretern haben die chinesischen Partner versprochen, zusammen mit den US-Behörden für Produktsicherheit einen umfassenden Plan zur Beseitigung bleihaltiger Farben erarbeiten.

Chinas Vizeminister für Qualitätssicherung bezeichnete es gleichzeitig als unfair, jetzt alle chinesischen Produkte unter Generalverdacht zu stellen. Wei Chuanzhong wörtlich: “Sie werden weltweit verkauft, sind in der internationalen Gesellschaft akzeptiert. Das wäre ohne gute Qualität nicht möglich.”

Es gibt in China sogar eine spezielle Qualitätskontrolle für Produkte, die für den Export bestimmt sind. Dieses Labor liegt in der Provinz Kanton, wo besonders viel Spielzeug hergestellt wird. Der Leiter der dortigen Chemie-Inspektion, Huang Lina, betont:
“Wir haben hier die gleichen Testmöglichkeiten und -methoden. Dabei halten wir uns strikt an die europäischen und amerikanischen Standards.”

Ein anderer hoher Funktionär aus dem Bereich Qualitätskontrolle räumt ein, angesichts der schieren Menge von Produkten sei ein umfassende Kontrolle vorsichtig gesagt “schwierig”. Zumal die USA und die EU-Staaten keine einheitlichen Standards haben, ja nicht einmal die EU-Staaten untereinander.

Der Generalmanager von “Ball star toys” formuliert es so: “ Wir können nicht bei allen Produkten die Anforderungen zu hundert Prozent erfüllen, auch nicht mit immer strengeren Qualitätskontrollen. Rückrufe gibt es selbst bei Luxus-Autos wie Mercedes-Benz .Es sollten beide Seiten nach den Ursachen suchen. Es sollte nicht eine Seite ihre Macht einsetzen, um uns den “schwarzen Peter” zuzuschieben und alle chinesischen Produkte als “problematisch” zu brandmarken.”

Gemeinsames Bemühen um Verbesserungen – verbunden mit ganz harten Kontrollen – das ist der einzig mögliche Weg – schließlich kommen 80 Prozent aller Spielsachen aus China. Schauen Sie mal nach in ihrem Kinderzimmer!