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US-Zinsspekulationen treiben Euro auf neuen Rekordwert

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US-Zinsspekulationen treiben Euro auf neuen Rekordwert

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Der Euro hat seinen Höhenflug fortgesetzt und ein neues Allzeithoch erreicht. Die Gemeinschaftswährung notierte bei knapp einem 1, 39 Dollar. Experten verwiesen vor allem auf die zuletzt enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten, die den Dollar unter Druck setzten. Außerdem erwarten Analysten am kommenden Dienstag eine Zinssenkung in den USA.

Notenbankchef Ben Bernanke und seine Kollegen könnten dann die Leitzinsen sogar um einen halben Prozentpunkt senken. Dies wäre ein deutliches Ausscheren aus dem Konzert der übrigen großen Notenbanken, etwa in Frankfurt und London, die sich in einem Zinserhöhungs-Zyklus befinden.

Die Aufwärtsbewegung des Euro ist praktisch seit Jahren zu beobachten. Für die Exportwirtschaft ist dies eine schlechte Entwicklung. Denn europäische Waren verteuern sich auf den Weltmärkten. Zur Stärke des Euro trugen auch Äußerungen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet bei. Dieser hatte die Folgen der US-Hypothekenkrise für europäische Banken als gering eingeschätzt. Die wirtschaftlichen Fundamentaldaten zeigten eher, dass Inflationsrisiken weiterhin bestünden.