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Wieder Maul- und Klauen-Seuche in England

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Wieder Maul- und Klauen-Seuche in England

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In Großbritannien gibt es einen neuen Fall von Maul- und Klauenseuche. Das Landwirtschafts-ministerium in London erklärte, Labortests hätten einen erneuten Ausbruch der Seuche bestätigt. Die betroffene Farm in Egham in der englischen Grafschaft Surrey befindet sich in dem Gebiet, wo die Seuche schon vor sechs Wochen aufgetreten war.

Die EU-Kommission hatte bereits beschlossen, das Exportverbot für Fleisch aus Großbritannien wieder aufzuheben. Nun bleibt das Verbot vorerst in Kraft, erklärte Michael Mann, Kommissionssprecher für Landwirtschaft: Die Entscheidung vom Vortag, den Handel mit Großbritannien und insbesondere die Ausfuhr lebender Tiere aus der Kontrollzone ab November wieder zuzulassen, sei zurückgenommen worden.

Um die Farm wurde eine Sicherheitszone von zehn Kilometern errichtet, Tiere wurden notgeschlachtet. Der Erreger, der die Seuche in dem Gebiet vor sechs Wochen ausgelöst hatte, stammte aus den nahegelegenen Forschungslaboratorien von Pirbright.

Der neuerliche Fall sei eine äußerst schlimme Nachricht, denn die Farmer hätten gerade erst begonnen, zur Normalität zurückzukehren, sagte der Veterinärmediziner Nick Blayney. Der neue Fall könne die Landwirtschaft und die Lebensmittelbranche schwer schädigen. Nach dem Ausbruch der Maul- und Klauen-Seuche vor sechs Wochen mussten rund 600 Tiere notgeschlachtet werden. Das Gebiet war erst vor wenigen Tagen für Seuchen-frei erklärt worden.