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EU-Finanzminister beraten über jüngste Marktturbulenzen und Euro-Stärke

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EU-Finanzminister beraten über jüngste Marktturbulenzen und Euro-Stärke

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Zum ersten Mal seit Ausbruch der Turbulenzen an den Finanzmärkten kommen an diesem Freitag in Porto die zuständigen EU-Ressortchefs zu einem informellen Treffen zusammen. Auf der Tagesordnung stehen die Folgen von Euro-Rekordstärke und Ölpreisexplosion für die Konjunktur in Europa. Die Finanzminister und Notenbankchefs wollen sich auf eine gemeinsame Erklärung verständigen, mit der das Vertrauen der Marktteilnehmer gestärkt werden soll.

Analyst Gregory Moore von Montsegur Finance weist auf die auseinanderdriftende Zinspolitik diesseits und jenseits des Atlantiks hin. Während in der Eurozone die Geldzügel angezogen würden, sei in den USA eine Zinssenkung zu erwarten.

In dieser Woche korrigierte die EU-Kommission ihre Wachstumsprognose für die Eurozone in diesem Jahr von 2,6 auf 2,5 Prozent nur leicht nach unten. Bemerkenswert indes waren die Zahlen für Frankreich, für das die Schätzung von 2,4 auf 1,9 Prozent deutlich reduziert wurde.

Die Pariser Regierung verlangt nun Eingriffe in die Finanzmärkte. Ob die übrigen EU-Staaten dem folgen werden, ist allerdings offen.