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Frankreichs Ex-Regierungschef in Clearstream-Affäre vernommen

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Frankreichs Ex-Regierungschef in Clearstream-Affäre vernommen

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Der ehemalige französische Premierminister Dominique de Villepin hat bei einer Vernehmung in der Clearstream-Affäre vor einem Pariser Strafgericht alle Vorwürfe zurückgewiesen. Ende Juli war ein Ermittlungsverfahren gegen Villepin eingeleitet worden. Dieser erklärte erneut, er habe sich nichts vorzuwerfen. “Die Clearstream-Affäre ist keine politische Affäre”, so Villepin. “Ich habe den Richtern wichtige Dokumente übergeben, die die Wahrheit über den Fall zutage bringen werden.”

Villepin wird der Beihilfe zur Verleumdung und der Verwendung gefälschter Unterlagen verdächtigt. Er selbst machte deutlich, dass die Affäre seiner Meinung nach mit einem Machtkampf beim Konzern EADS zu tun hat. Dessen ehemaliger Vizepräsident, Jean-Louis Gergorin, ein Vertrauter Villepins, wird verdächtigt, gefälschte Listen mit Schwarzgeld-Konten verbreitet zu haben. General Philippe Rondot soll beauftragt worden zu sein, Ermittlungen anzustellen.

Auf den Listen des Finanzinstituts Clearstream finden sich Namen von Kontoinhabern, die angeblich Schmiergelder erhalten hatten. Auch der Name des damaligen Innenministers und heutigen Präsidenten Nicolas Sarkozy stand auf der Liste. Sarkozy deutete die Affäre als Versuch, ihm politisch zu schaden.