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Japans Ministerpräsident nach Rücktritt ins Krankenhaus eingeliefert

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Japans Ministerpräsident nach Rücktritt ins Krankenhaus eingeliefert

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Einen Tag nach seiner Rücktrittserklärung ist der japanische Regierungschef Shinzo Abe ins Krankenhaus eingeliefert worden. Ein Regierungssprecher sagte, seine Ermüdung habe einen Höhepunkt erreicht. Bereits am Mittwoch abend hatte Abe offenbar wegen Erschöpfung Infusionen erhalten. Am Donnerstag morgen wurde er in seiner Residenz ärztlich untersucht und danach ins Krankenhaus gebracht. Am Mittwoch hatte Abe überraschend seinen Rücktritt bekannt gegeben. Aus Parteikreisen hieß es, der Gesundheitszustand des Regierungschefs habe sich seit der Wahlniederlage seiner Liberaldemokraten im Juli stark verschlechtert.

Die Partei sucht nun einen Nachfolger für Shinzo Abe. Aussichtsreichster Kandidat ist Generalsekretär Taro Aso, ein enger Vertrauter Abes, der in Japan recht populär ist. Aso gilt als unangepasst und ehrgeizig und teilt viele der konservativen Ansichten des bisherigen Ministerpräsidenten. Aber er ist nicht der einzige Kandidat für Abes Nachfolge. Im Gespräch sind unter anderem auch der 71-jährige ehemalige Kabinettschef Yasuo Fukuda und Ex-Finanzminister Sadakazu Tanigaki, der bereits vor einem Jahr für den Parteivorsitz kandidierte. Damals allerdings verlor er noch gegen Shinzo Abe.