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Kritik an IAEO wegen Iran-Politik

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Kritik an IAEO wegen Iran-Politik

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Die Internationale Atomenergiebehörde in Wien steht in der Kritik: wegen ihrer Vereinbarung mit dem Iran. Nach diesem Abkommen will der Iran innerhalb von drei Monaten alle offenen Fragen zu seinem Atomprogramm beantworten. Allerdings kann er während dieser Zeit seine umstrittene Anreicherung von Uran fortsetzen. Vor allem die USA sehen darin aber einen Aufschub für den Iran und drängen auf ein schnelles Ende dieser Anreicherung. Ihr Vertreter sagt, wenn der Iran seine Verpflichtungen aus den UNO-Resolutionen wirklich erfülle, wären die USA auch für die Aufhebung der Sanktionen. Die iranische Führung habe gesagt, ihre Kernenergieakte sei geschlossen: Aber das stimme nicht. Auch die EU kritisiert die neue Verzögerung. Irans Präsident bekräftigt jetzt aber, sein Land brauche keine Atombombe. Es sei sogar gegen eine solche Bombe, so Machmud Achmadinedschad: einmal vom Glauben her, zum anderen, weil sie politisch nutzlos sei. Der Iran verweist auf sein Recht zur Kernforschung, weil es die Atomenergie nur friedlich nutzen wolle.

Westliche Länder befürchten aber, dass der Iran Atomwaffen bauen will. Nächste Woche wollen die fünf Vetomächte im UNO-Sicherheitsrat und Deutschland nun über mögliche neue Sanktionen beraten.