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Pasta-Streik gegen Nudelpreise in Italien

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Pasta-Streik gegen Nudelpreise in Italien

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Im ganzen Land haben Italiener mit einem Nudelboykott gegen Preiserhöhungen vor allem bei Lebensmitteln. Vor kurzem hatten die Pasta-Produzenten Preiserhöhungen um bis zu 20 Prozent angekündigt und dies mit der Verteuerung des Getreides begründet.

Vier Verbraucherverbände hatten zu dem Boykott aufgerufen. Nach ihren Angaben gab es auf etwa 100 Plätzen in italienischen Städten Kundgebungen. Der Vorsitzende eines Verbraucherverbandes, Carlo Pinieri, sagte, wenn der Preisanstieg bei Lebensmitteln so weitergehe, würden viele Familien bald kein Geld aufs Sparkonto mehr legen können und keinen anderen notwendigen Dinge kaufen wie Kleidung oder einen neuen Kühlschrank.

An dem Protest beteiligten sich auch einige Läden: Sie blieben geschlossen. Die Italiener waren nicht nur aufgerufen, keine Pasta zu kaufen. Sie sollten auch nicht in den Bars essen gehen, und sie sollten auf ihr Mobiltelefon und das Internet verzichten, auf Theater, Kino und Zigaretten. Und dies einen Tag lang.

Heute wolle auch er nichts kaufen, sagte ein Mann: Alles werde immer teuer, immer schlimmer, vor allem für Renter wie ihn.
In Rom wurden an die Demonstranten gratis Brot, Milch und Nudeln verteilt, damit sie auch an diesem Tag des Einkaufsboykotts etwas zu essen hatten.