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Rassismus-Kommission erhebt schwere Vorwürfe gegen die Schweiz

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Rassismus-Kommission erhebt schwere Vorwürfe gegen die Schweiz

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Das Einbürgerungsverfahren der Eidgenossen sei in vielen Punkten rassistisch. Das steht in einem Bericht der Schweizer Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, kurz EKR. Vor allem, wenn die Gemeindeparlamente entscheiden müssten, könne es zu diskriminierenden Ablehnungen der Einbürgerungsgesuche kommen, heißt es. Auffallend oft würden Antragsteller aus Afrika und dem ehemaligen Jugoslawien sowie Muslime abgelehnt. “Es gibt Fälle, in denen alle muslimischen Kandidaten zwei Jahre hintereinander abgelehnt werden”, sagt EKR-Vizepräsidentin Boël Sambuc. “Wenn sie Einspruch erheben, wird ihr Antrag wieder abgelehnt. Wird das thematisiert, was nicht immer geschieht, schämen sich einige Personen, ihre rassistischen Gefühle zuzugeben, aber sie begründen ihre Vorgangsweise damit, dass diese Menschen nicht integriert sind, weil sie Muslime sind.”

In der Schweiz gilt das strengste Einwanderungsgesetz Europas. So müssen Ausländer 12 Jahre lang in der Schweiz leben, bevor sie die Einbürgerung beantragen können. Kinder ausländischer Eltern haben auch wenn sie in der Schweiz geboren sind kein Recht auf die Schweizer Staatsbürgerschaft.