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Am Sonntag wählt Griechenland

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Am Sonntag wählt Griechenland

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Die verheerenden Brände könnten ihm zum Verhängnis werden – der griechische Ministerpräsident Kostas Karamanlis muss bei der Parlamentswahl am Sonntag um seine Mehrheit bangen. Karamanlis führt die regierende bürgerliche Bewegung Nea Dimokratie ND an. Er hatte die Wahlen sechs Monate eher einberaumt, in der Hoffnung mit einem Blitzwahlkampf mehr Stimmen zu holen. Sein Gegner Giorges Papandreou, Chef der oppositionellen sozialistischen Bewegung Pasok, will nach dreieinhalb Jahren Pausen wieder an die Spitze der Regierung und macht die Waldbrände zum Wahlkampfthema.

Bei den verheerenden Bränden kamen Ende August fast 70 Menschen ums Leben – und die Griechen sind zornig auf die Behörden, die Hilfe sei ihrer Meinung nach im entscheidenden Moment ausgeblieben. Experten zufolge könnten deshalb am Sonntag die kleineren Parteien punkten. So stand eine rechtsextreme Partei in Umfragen bei drei Prozent der Stimmen und damit an der Schwelle zum Einzug ins Parlament. Der Ausgang ist offen. In den letzten zwei Wochen vor der Wahl dürfen keine Umfragen veröffentlicht werden.