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Friedensdemonstration in Washington

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Friedensdemonstration in Washington

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Die Parolen klingen wie vor vierzig Jahren, als es gegen den Vietnam-Krieg ging: “Peace now! End the war!” – Frieden jetzt! Gegen den Krieg im Irak! Fast 6000 Amerikaner haben vor dem Weißen Haus in Washington den sofortigen Abzug der US-Streitkräfte gefordert.

Unter den Demonstranten waren Veteranen, Studenten, ganze Familien mit Kindern, aber auch Angehörige getöteter US-Soldaten, wie Cindy Sheehan, die Monate lang vor Präsident Bushs Farm in Texas kampierte, nachdem sie vor über 3 Jahren ihren Sohn im Irak verloren hatte. “Hoffentlich!” antwortete sie auf die Frage, ob dies der Beginn einer wirklichen Anti-Kriegs-Bewegung sei. “Beeindruckend” sei die Anzahl Menschen, die sich bewusst für eine gute Sache von der Polizei abführen ließen. Wie Sheehan, waren viele Soldaten-Mütter gekommen. Seit Beginn des Krieges sind rund 3800 Marines im Irak umgekommen. Scharfe Sicherheitsvorkehrungen umgaben die Pazifisten: mindestens 7 Demonstraten wurden festgenommen, weil sie versucht haben sollen, die Absperrungen zu überwinden.

Aber es gab auch Gegendemonstranten – rund 1000 Anhänger des Präsidenten, für die es nur “für” oder “gegen Ussama ben Laden” gibt. Claire Richtmyer ist eine von ihnen: “Das sind doch Verrückte! Sollen sie doch in ein anderes Land gehen – uns ginge es besser ohne die!” Die Bush-Anhänger unterstützen den Krieg, und die neuerlichen Pläne zu geringfügigen Truppenreduzierung.