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Katyn und die Hintegründe

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Katyn und die Hintegründe

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17. September 1939.
16 Tage nach Beginn des II.Weltkrieges durch den deutschen Überfall auf Polen – vom Westen her – marschiert in Ost-Polen die “Rote Armee “ ein.
Tausende von polnischen Soldaten und Offizieren geraten in Gefangenschaft.

Was die Welt noch Jahrzehnte danach nicht so genau wusste – Hitler und Stalin hatten in ihrem Pakt Polen unter sich aufgeteilt.
Das bewahrte Stalin dann doch nicht nicht vor Hitlers Überfall und so entdeckten Wehrmachtssoldaten der Heeresgruppe Mitte im Februar 1943 im Wald bei Katyn Massengräber.

Die grauenhaften Bilder von der Exhumierung der Opfer verdanken wir der Nazi-Propaganda.
Nach der Entdeckung der Massengräber erkannte Reichspropagandaminister Goebbels die wunderbare Gelegenheit, dem Kriegsgegner in der Weltöffentlichkeit zu schaden und auch die damaligen Verbündeten der Sowjetunion – Großbritannien und die USA – in Schwierigkeiten zu bringen.
Darum befahl er, die Arbeit der Gerichtsmediziner, zu der das Deutsche Rote Kreuz auch internationale Experten eingeladen hatte, aufwendig zu filmen.
Gefunden wurden im weiteren Umkreis mehr als 20.000 Hingerichtete.

Erst 1992 erhielt der polnische Präsident Walesa sowjetische Dokumente, die die wahren Schuldigen benennen:
Geheimdienst NKWD ( der Vorgänger des KGB), auf direkten Befehl von Stalin, um , so wörtlich:
“Nationalisten und konterrevolutionäre Aktivisten” auszuschalten. Im Klartext: Um die polnische Intelligenz zu eliminieren. Viele der Opfer waren Reserveoffiziere – im Zivilberuf Akademiker.
Darunter der Vater von Filmregiesseur Andzej Waida.

Ein Jahr später nahm der russische Präsident Jelzin an einer Ehrung der Opfer von Katyn teil.
Da war es gerade 3 Jahre her, dass Michael Gorbatschow als letztes Staatsoberhaupt der UdSSR deren Geheimarchive hatte öffnen lassen.
Bis 1990 galt in allen sowjetisch dominierten Staaten – natürlich auch in der DDR – die Version von den deutschen Tätern.
So steht Katyn für eine der größten politischen Lügen des 20. Jahrhunderts.