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Irakische Regierung entzieht US-Sicherheitfsirma Blackwater Lizenz

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Irakische Regierung entzieht US-Sicherheitfsirma Blackwater Lizenz

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Die irakische Regierung hat der privaten, amerikanischen Sicherheitsfirma Blackwater die Lizenz entzogen. Mitarbeiter des Unternehmens mit Sitz in North Carolina sollen am Sonntag nach einem Angriff auf einen von ihnen begleiteten Botschaftskonvoi im Bagdader Vorort al-Mansur in eine Schießerei verwickelt gewesen sein. Dabei waren nach Angaben des irakischen Innenministeriums elf Zivilisten getötet worden. Jetzt sollen auch die Lizenzen aller anderen privaten Sicherheitsfirmen im Land überprüft werden.

Die Iraker werfen den US-Firmen vor, sich an keinerlei Regeln zu halten. Sie schlügen und schikanierten die Iraker – schon bei einem kleinen Verkehrsstau werde manchmal geschossen. Das müsse man sich einmal in den USA oder in Großbritannien vorstellen, sagt etwa ein Bagdader. Das US-Außenministerium bedauerte den Vorfall und den Tod unschuldiger Zivilisten. Eine Untersuchungskommission soll nun klären, ob Blackwater-Mitarbeiter dafür verantwortlich sind.

Ein Sprecher sagte, es sei wichtig für alle Beteiligten, dass man diese Untersuchung zunächst einmal zulasse, um die Fakten zu sichern. Erst dann könne man Schlüsse ziehen. Die Amerikaner, egal wo sie seien, wollten die Sicherheit auch von Zivilisten garantieren. Im Irak arbeiten fast 130.000 Beschäftigte privater Sicherheitsfirmen – fast so viele wie US-Soldaten. Davon übernehmen 4.600 auch Aufgaben, die unmittelbar mit den Kampfhandlungen zusammenhängen, etwa die Sicherung von Miltärkonvois.