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EU will Strom billiger machen

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EU will Strom billiger machen

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Die Europäische Kommission will die Macht großer Energiekonzerne brechen. Es geht darum, dass Produktion und Verteilung künftig getrennt werden. Entsprechende Pläne sollen an diesem Mittwoch in Brüssel vorgelegt werden. Die Kommission reagiert damit auf den Widerstand einer ganzen Reihe von Mitgliedsstaaten – darunter auch Deutschland und Frankreich – gegen die Zerschlagung der Strom- und Gaskonzerne. Ziel ist es, Wettbewerbern den Zugang zum Energiemarkt zu erleichtern. Mehr Konkurrenz würde günstigere Preise für die Verbraucher mit sich bringen.

Lehnen die Regierungen die klare Trennung von Produktion und Verteilung ab, so können die Konzerne zwar das Eigentum an den Netzen behalten, doch müssen diese von Dritten betrieben werden. Zugleich will die Kommission europäische Konzerne vor Übernahmen aus Nicht-EU-Staaten schützen. Dies gilt insbesondere für Kaufwünsche des russischen staatlich kontrollierten Energiekonzerns Gazprom. Gazprom ist zur Zeit der einzige Gasversorger von fünf EU-Mitgliedsstaaten.