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Keine Annäherung zwischen Serben und Kosovaren

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Keine Annäherung zwischen Serben und Kosovaren

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Die Kosovo-Albaner haben ihre Forderung nach Unabhänigkeit bekräftigt. Zum Auftakt der neuen Verhandlungsrunde in London legten sie am Mittwoch einen “Vertrag über gutnachbarschaftliche Beziehungen” mit Serbien vor. Ministerpräsident Agim Ceku besteht auf der Loslösung des Kosovo: “Ich glaube wir haben klargemacht, daß wir von der Unabhänigkeit ausgehen. Sie ist keine Option in diesme Prozeß, sie ist unser Ausgangspunkt für die Fortsetzung des Prozesses”, sagte Ceku.

Die getrennten Verhandlungen der Troika mit den Konfliktparteien, dienten der Vorbereitung des direkten Treffens von Kosovaren und Serben in New York. Kosovo-Experte Naser Myftari erwartet nicht viel von diesen Gesprächen: “Die erweiterten Verhandlungen zwischen Pristina und Belgrad werdenvermutlich keine Ergenisse bringen, da beide Seiten diametral entgegengesetzte Auffassungen haben”, findet Myftari.

Serbien und Rußland lehenen eine Unabhänigkeit des Kosovo, wie sie der Ahtisaari-Plan vorsieht, ab. Jüngste Äußerungen des EU-Vertreters in der Troika, des deutschen Diplomaten Wolfgang Ischinger wurden als Abrücken vom Ahtisaari-Plan gewertet.