Eilmeldung

Eilmeldung

"Schöne Landrätin" fordert befristete Ehe

Sie lesen gerade:

"Schöne Landrätin" fordert befristete Ehe

Schriftgrösse Aa Aa

Politik gleicht oft einer Show – die Inszenierung, beziehungsweise die Selbstinszenierung ist die Botschaft. Gabriele Pauli von der bayerischen CSU hatte bereits Anfang des Jahres für Schlagzeilen gesorgt. Jetzt, wenige Tage vor der Wahl eines neuen Vorsitzenden der Christsozialen, brachte sie sich erneut ins Gespräch: Sie schlug vor, dass Ehen nur noch befristet zu schließen: “Mein Vorschlag ist es, dass Ehen nach sieben Jahren auslaufen, das heisst, dass man Ehen in Zukunft nur noch befristet abschliesst, und dann aktiv ‘Ja’ sagt zu einer Verlängerung.”

Der scheidende Parteichef und langjährige Landesvater Edmund Stoiber sah sich daraufhin genötigt, die Werte seiner Partei zu verteidigen: “Wer solche Forderungen erhebt, der stellt sich so diametral gegen die CSU, der sollte sich eigentlich doch eher um die Aufnahme in einer anderen Partei bemühen.”

Frau Pauli trifft mit ihrem Vorschlag unter anderem ihren Mitbewerber, den Agrarminister Horst Seehofer, der sich ebenfalls um den Vorsitz der CSU bemüht: Drei Kinder in zweiter Ehe und außereheliches Verhältnis, aus dem auch ein Kind hervorging. Und noch etwas erreicht Gabriele Pauli, die von den Medien gerne als ‘die schöne Landrätin von Fürth’ bezeichnet wird: Sie zeigt das politische München als Kabarett, ein wenig zumindest. Die befristete Ehe jedenfalls – man könnte auch sagen die Polygamie im Gänsemarsch – ist schon lange Realität.