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Schweiz: Ausschreitungen bei Protesten gegen umstrittenen Justizminister

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Schweiz: Ausschreitungen bei Protesten gegen umstrittenen Justizminister

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Im schweizerischen Lausanne haben etwa eintausend Menschen gegen den umstrittenen Justizminister Christoph Blocher von der Volkspartei demonstriert. Zum Schluß der zunächst friedlichen Proteste kam es zu Ausschreitungen. Blocher besuchte in Lausanne die größte Leistungsschau der Westschweiz.

Gegner kritisieren die Volkspartei als rassistisch und fremdenfeindlich. Mit mehr als 25 Prozent der Wählerstimmen ist sie die stärkste Partei des Landes. Zu der Protestaktion hatten Linke sowie Gruppen aus der Asyl- und Antirassismus-Bewegung aufgerufen. Man wolle auf keinen Fall für Blocher werben, sondern für Ideen, die sich gegen ihn richteten, so eine Demonstrantin. Wenn schlimme Dinge passierten, so müsse man darüber sprechen. Blocher sei ein Unglück für die Schweiz.

Der Justizminister erhielt als erster Schweizer Politiker eine eigene regelmäßige Fernsehsendung, die im Internet sowie in drei regionalen Programmen ausgestrahlt wird. Das Schweizer Bundesamt für Kommunikation überprüft nun, ob es sich dabei um politische Werbung handelt. In einem Monat finden Parlamentswahlen statt.