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Amsterdam kauft "Hurenfenster" aauf

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Amsterdam kauft "Hurenfenster" aauf

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Die Attraktion im Amsterdamer Rotlichtviertel sind die Schaufenster, in denen sich Prostituierte feilbieten. Wie jede andere Ware, die man vor dem Kauf im Schaufenster anschauen kann. Amsterdams Bürgermeister will nun dem größten Zuhälter der Stadt für 15 Millionen euro 51 dieser Häuser abkaufen. “.um die Kriminalität zu bekämpfen und den Lebensstandard in diesem Viertel zu verbessern”, begründet das Bürgermeister Job Cohen. Der ehemalige Besitzer darf die Kaufsumme nicht in andere Bordelle, Spielhallen oder Coffe-shops investieren.

Für so ein Schaufenster zahlt eine Prostituierte um die 100 euro pro Tag. Ein lukratives Geschäft für den Besitzer. Die Gewerkschaft der Sex-Arbeiter “De Rode Draad” ist von Verkauf und Schließung der Fenster nicht begeistert. Ihr Argument: Je weniger offizielle Häuser, desto mehr werden die Frauen ausgebeutet und in den Untergrund gedrängt – dabei wollte der Bürgermeister doch das Gegenteil erreichen.

Seit 2000 ist Prostitution in den Niederlanden ein legales Gewerbe samt der Möglichkeit für Behörden, die Arbeitsbedingungen zu kontrollieren. Der Nachtklubbesitzer bringt das Problem auf die einfache Frage: Warum kommen Gäste aus aller Welt nach Amsterdam? Für seine Antwort braucht er nur drei Worte: Kanäle – Haschisch – Huren. Man wird sehen, wie sich die große Investition der Stadt auf Sauberkeit, Sicherheit und Attraktivität von Amsterdam auswirkt.