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Brasilien und Venezuela wollen enger zusammenarbeiten

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Brasilien und Venezuela wollen enger zusammenarbeiten

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Brasilien und Venezuela wollen künftig noch enger zusammenarbeiten. Die Präsidenten beider Länder und haben dazu im brasilianischen Manaus eine Kooperation der staatlichen Ölgesellschaften beschlossen. Tochterfirmen sollen künftig gemeinsam ein Ölfeld in Venezuela erschließen und eine Raffinerie in Brasilien betreiben.

“Damit schaffen wir”, so Venezuelas Präsident Hugo Chavez, “Körper, Skelett und Nervengerüst einer südamerikanischen Union – nicht nur zwischen Venezuela und Brasilien.” Die Vereinbarung bringe den Mercosur voran, sagte Brasiliens Präsident Luis Ignacio Lula da Silva. Mercosur konstituierte einen Binnenmarkt mit mehr als 260 Millionen Menschen, einer Billion US-Dollar Bruttoinlandprodukt und Exporten von etwa 200 Mrd. Dollar.

“Wir sind uns dessen bewußt”, sagte Lula da Silva, “daß diese strategische Partnerschaft den Mercosur fördert und die Integration der südamerikanischen Länder voranbringen kann.” Zusätzlich wollen beide den Bau einer Gaspipeline beschleunigen. Sie soll 10.000 Kilometer lang sein, 14 Mrd Euro kosten und von Venzuela bis nach Argentinien führen. Chavez kündigte außerdem für den November die Gründung einer “Südbank” mit Sitz in Caracdas an. Vorerst mit dabei: Argentinien, Bolivien, Equador und Venezuela. Die Bank solle Entwicklungsprojekte fördern und Südamerika unabhängig machen von US-Finanzturbulenzen.