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Frauen in Vorständen noch immer unterrepräsentiert

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Frauen in Vorständen noch immer unterrepräsentiert

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Als Vorstandschefin ist sie immer noch ein weißer Rabe – Patricia Russo vom französisch-amerikanischen Telekommunikations-Konzern Alcatel-Lucent. Einer US-Studie zufolge sind Frauen in den Vorstandsetagen der 200 weltweit größten Unternehmen nach wie vor stark unterrepräsentiert.

Sie stellen gerade einmal 11,2 Prozent der obersten Führungsriege, berichtet die Organisation “Corporate Women Directors International”. Vor zwei Jahren waren es 10,4 Prozent gewesen. Nimmt man nur die 100 größten Unternehmen, sinkt die Quote auf gerade Mal 73 von 1 113 Chefposten – oder 6,6 Prozent.

“Corporate Women Directors International” ist ein Zusammenschluss von Unternehmerinnen, die den Anteil von Frauen in Führungsetagen erhöhen wollen. Am stärksten sind Frauen in den USA-Führungsetagen repräsentiert mit knapp 13 Prozent. Deutschland platziert sich mit 10,9 Prozent knapp hinter Großbritannien.

In Deutschland kommen Frauen auf der Karriereleiter selten bis nach ganz oben. Leider liegt dies weniger an ihrem Know-how als an den Unternehmenskulturen. Die Aussicht auf eine Trendwende geht gegen Null: Nach Aussagen von Corporate Women Directors International schwimmen auch in den Talente-Pools der Großunternehmen, aus denen die künftige Elite gefischt wird, kaum weibliche Exemplare.