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Sarkozy will Zuwanderungs-Quoten

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Sarkozy will Zuwanderungs-Quoten

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Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat erneut eine Begrenzung der Zuwanderung durch Quoten gefordert – und damit seine Gegner provoziert. Ähnliche Forderungen hatten ihm bereits im Wahlkampf viele Stimmen aus dem rechten Lager eingebracht. Er wolle, so Sarkozy in einem Fernsehinterview, dass das Parlament jedes Jahr eine Quote für Einwanderer festlege, sowie eine Höchstgrenze von Ausländern, die ins Land kommen. Außerdem solle es solle Quoten für Berufsgruppen und Herkunftsläner geben.

Solch eine “Zuwanderung à la carte” stößt bei Menschenrechtsgruppen auf Kritik: In anderen Ländern hätten Quoten nie funtkioniert, so die Asyl-Hilfsorganisation FTA. Die französische Nationalversammlung hatte erst gestern das Zuwanderungsgesetz verschärft – zum fünften Mal in vier Jahren. Es erhöht die Hürden beim Familiennachzug und verlangt von Migranten Sprachkenntnisse. Francois Hollande, Chef der oppositionellen Sozialisten, nannte Sarkozys Vorschlag “abscheulich”. Das wahre Problem sei die illegale Einwanderung. Und das müsse man mit den Herkunftsländern lösen.