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Fidel Castro spricht im Fernsehen über Dollar, Öl und seine Trainingsjacke

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Fidel Castro spricht im Fernsehen über Dollar, Öl und seine Trainingsjacke

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Erstmals seit fast vier Monaten ist der kubanische Staatschef Fidel Castro wieder im Fernsehen zu sehen gewesen. In der Hand hielt er dabei die gerade erst erschienen Memoiren des früheren US-Notenbankchefs Alan Grennspan – offenbar, um die Aktualität des Gesprächs zu unterstreichen. In dem fast einstündigen Interview sprach Castro über politische Themen und kritisierte die US-Außenpolitik und den Klimawandel. Außerdem thematisierte er die Stärke des Euro gegenüber dem Dollar und steigende Rohöl-Preise – wohl auch, um keine Zweifel an seiner geistigen Gesundheit zu lassen: Gestern habe der Euro bei einem Dollar einundvierzig gestanden, und Öl sei auf 84 US-Dollar das Barrel gestiegen, so Castro.

Immer wieder hatte es Spekulationen gegeben, der Zustand des 81-jährigen Revolutionsführers habe sich verschlechtert. Darüber und über eine mögliche Rückkehr an die Macht sprach Castro nicht – wohl aber über seine Trainingsjacke: Die sei ein Geschenk des kubanischen Sportinstituts, in den Nationalfarben. Es gehe ihm nicht um Eleganz, so Castro, der Kuba seit fast 50 Jahren regiert. Seit vergangenem Sommer erholt sich von einer schwierigen Darmoperation. Die Amtsgeschäft führt seitdem sein Bruder Raul.