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Montreal: UN-Konferenz einigt sich auf Maßnahmen zum Schutz der Ozonschicht

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Montreal: UN-Konferenz einigt sich auf Maßnahmen zum Schutz der Ozonschicht

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Im Bemühen, die Ozonschicht der Erde zu schützen, hat die UN-Umweltkonferenz im kanadischen Montreal eine bahnbrechende Vereinbarung verabschiedet. Das Ozon in der Atmosphäre absorbiert ultraviolette Strahlung, die etwa zu Hautkrebs führen kann. Die Umweltminister aus 191 Ländern vereinbarten, zehn Jahre früher als vorgesehen auf teilhalogenierte Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe, kurz H-FCKW, zu verzichten. H-FCKW, ein Ersatzstoff für FCKW, wurde zunächst als unschädlich angesehen, erwies sich aber ebenfalls als Ozonkiller. Der kanadische Umweltminister John Baird sprach von einer historischen Stunde. Statt leerer Rhetorik habe man beschlossen zu handeln, sagte er. Und es geschehe nicht oft, dass man so schnell eine internationale Vereinbarung treffe, mit der alle einverstanden seien.

Die Industrieländer wollen nun die Verwendung von H-FCKW bis zum Jahr 2020 einstellen, die Entwicklungsländer sollen 10 Jahre später folgen. Freilich bleibt im Kampf gegen den Klimawandel trotzdem noch viel zu tun. So sind Autoabgase und Emissionen aus Fabriken verantwortlich für die Bildung von bodennahem Ozon, das für den Menschen gesundheitsgefährdend ist. Um die CO2-Belastung der Atmosphäre zu reduzieren, empfehlen Wissenschaftler, stärker als bisher in erneuerbare Energien wie Sonne und Wind zu investieren.