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Euro weiter auf Rekordkurs - US-Touristen in Europa müssen tief in die Tasche greifen

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Euro weiter auf Rekordkurs - US-Touristen in Europa müssen tief in die Tasche greifen

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Der Rekordflug des Euro hat sich zu Wochenbeginn unvermindert fortgesetzt. Die EZB legte den Referenzkurs auf 1,4113 Dollar fest. Damit kostete der Dollar weniger als 71 Cent. Die Aufwertung des Euro führt nach Ansicht von Volkswirten demnächst zu Problemen für die Exportwirtschaft der Eurozone.

Für Verbraucher in den USA etwa werden
italienische Modeartikel, deutsche Autos oder spanische Zitrusfrüchte teurer. Die Folge: Europäische Produkte verlieren an Wettbewerbsfähigkeit. Dies könne sich im nächsten Jahr auf die Investitionstätigkeit der Unternehmen auswirken.

Wichtigster Handelsparter der Eurozone ist Großbritannien mit einem Volumen von mehr als 110 Milliarden Euro im ersten Halbjahr. Auf Platz zwei liegen die Vereinigten Staaten mit knapp 100 Milliarden Euro.

Da der Dollar wegen hausgemachter Konjunkturprobleme zusätzlich geschwächt wird, bekommen derzeit US-Touristen in Europa den starken Euro besonders zu spüren. Amerikaner, die vom Berliner Flughafen Tegel zurück in ihre Heimat reisten, konnten davon ein Lied singen. “Als wir das letzte Mal hier waren vor vielen Jahren dachten wir schon, wie teuer es in Deutschland ist”, sagt ein New Yorker. “Aber jetzt kostet es wirklich viel Geld.
Allein schon die Ausgaben für Essen und Trinken – das war schon eine Menge.”

Des einen Leid, des anderen Freud: Für Europäer sind USA-Reisen derzeit so billig wie nie zuvor.