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Soldaten beziehen in Myanmar Stellung

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Soldaten beziehen in Myanmar Stellung

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In Myanmar, dem früheren Birma, haben Augenzeugenberichten zufolge Soldaten in der Innenstadt von Rangun Position bezogen. Die Militärmachthaber des südostasiatischen Landes hatten sich zuvor zu einer Krisensitzung getroffen, um zu beraten, wie sie den anhaltenden Massenprotesten begegnen können. Sie drohten mit Gewalt, wenn die Proteste andauerten.

Zehntausende Mönche, Nonnen und Oppositionelle waren trotzdem wieder auf die Straße gegangen, um gegen die Militärregierung zu protestieren.

Im Stadtzentrum von Rangun fuhren Lastwagen mit Bereitschaftspolizei auf. Die Polizisten waren mit Schlagstöcken und Gewehren bewaffnet.

Seit Jahrzehnten herrscht in Myanmar die Armee. Gewaltsam schlug sie 1988 die Demokratie-Bewegung nieder. Seitdem steht Oppositionschefin Aung San Suu Kyi fast ständig unter Hausarrest.
Unbestätigten Meldungen zufolge soll die Friedensnobelpreisträgerin in ein Gefängnis gebracht worden sein.