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Erste Todesopfer bei Protesten in Birma

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Erste Todesopfer bei Protesten in Birma

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Bei den Massenprotesten gegen das Militärregime in Birma, dem heutigen Myanmar, hat es offenbar mehrere Todesopfer gegeben. Der Rundfunksender
“Democratic Voice of Burma” mit Sitz in Oslo berichtete unter Berufung auf Quellen in dem
südostasiatischen Land, dass mindestens acht Menschen bei Auseinandersetzungen mit dem Millitär getötet worden seien, unter ihnen fünf Mönche und drei zivile Demonstranten. Dutzende Menschen seien verletzt worden. Augenzeugen berichteten, das Miltär sei mit Gewalt gegen die Demonstranten vorgegangen, erstmals seien auch Schüsse gefallen. Die Sicherheitskräfte setzten Schlagstöcke und Tränengas ein. Zuvor hatten die Machthaber vor weiteren Protesten gewarnt. Rund 200 Mönche sollen festgenommen worden sein. Zahlreiche Demonstranten seien auf Lastwagen der Armee an einen unbekannten Ort gebracht worden. Über Rangun und Mandalay, die beiden größten Städte des Landes, wurde eine Ausgangssperre verhängt. Am Dienstag hatten sich in Rangun mehr als 50.000 Menschen an den Protesten beteiligt, darunter wieder zahlreiche buddhistische Mönche. Sie verlangten Demokratie für ihr Land und forderten Freiheit für die unter Hausarrest stehende Oppositionsführerin, Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi.