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Tote bei Gewalt des Militärs gegen Demonstranten in Birma

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Tote bei Gewalt des Militärs gegen Demonstranten in Birma

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In Myanmar, vormals Birma, ist das Militär mit erneut mit Gewalt gegen Demonstranten vorgegangen. Mehrere Menschen kamen ums Leben, als die Soldaten in der Metropole Rangun wie am Vortag in die Menge schossen. Nach Berichten aus Kreisen der Opposition gab es möglicherweise bis zu neun Tote.

Zwei ausländische Pressefotografen kamen ums Leben, einer der beiden war Japaner. Das birmanische Außenministerium unterrichtete die Regierung Japans, dass ein Toter mit japanischem Pass gefunden worden sei. Die Zahl der Demonstranten hatten in den Mittagsstunden Ortszeit stark zugenommen. Soldaten forderten die Menschen mit Lautsprechern auf, die Straßen zu verlassen, sonst könnten sie erschossen werden. Daraufhin löste sich die Menge weitgehend auf.

Im Unterschied zu den Vortagen waren bei den Protesten nur noch wenige Mönche zu sehen. Das Militär hatte in der vergangenen Nacht mehrere Klöster gestürmt und mehr als einhundert Mönche abtransportiert. Vor zwei Pagoden, die als Zentren der Proteste gelten, wurden Soldaten postiert.