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Proteste gegen Myanmar, seine Nachbarn und Verbündete

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Proteste gegen Myanmar, seine Nachbarn und Verbündete

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In zahlreichen europäischen Städten haben Menschen gegen das Militärregime in Myanmar protestiert – und gegen dessen Verbündete. In Gelb – der Farbe der birmanischen Demokratiebwewgung – erinnerten in Brüssel rund 1000 Demonstranten an die unter Hausarrest stehende Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi. Sie forderten die EU zu Sanktionen gegen die Militärjunta auf und verlangten einen Boykott von Firmen, die Geschäfte im früheren Birma machen.

Auch gegen China, einem der engsten Verbündeten des Regimes, richteten sich die Proteste: Die Volksrepublik versuche ständig, ihr Image zu verbessern, wegen der Olympischen Spiele im kommenden Jahr, so die belgische Grünen-Politikerin Isabelle Durant. China solle jetzt all diejenigen unterstützen, die für faire Spiele, vor allem aber für eine faire Demokratie kämpften.

Vor der chinesischen Botschaft in Berlin appellierten zahlreiche Demonstranten an Peking, die Führung in Myanmar zum Einlenken zu bewegen. Sie forderten einen Boykott der Olympischen Spiele in China in kommenden Jahr. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International erinnerte an die Verhaftungen hunderter Mönche in Myanmar in den vergangenen Tagen.

In Paris forderten die Schauspielerin und Sängerin Jane Birkin und der Chef der birmanischen Exilregierung, Sein Win, den Westen zu mehr Druck auf die Militärjunta auf: Der Westen müsse deutlich mehr tun, so der Oppositionsführer. Auch in Genf protestierten Menschen, sowie in asiatischen Metropolen wie Bangkok und Neu Delhi. Sie forderten die Nachbarländer Myanmars auf, den Druck auf die Militärs zu erhöhen.