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Regierungsbildung in Belgien - Zweite Chance für Yves Leterme

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Regierungsbildung in Belgien - Zweite Chance für Yves Leterme

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Yves Leterme bekommt eine zweite Chance. Belgiens König Albert der Zweite hat den flämischen Christdemokraten erneut mit der Regierungsbildung beauftragt. Leterme hatte im August sein Mandat zurückgegeben, nachdem Verhandlungen mit der wallonischen Schwesterpartei sowie den flämischen und wallonischen Liberalen gescheitert waren.

Dem Sieger der Parlamentswahl vom 10. Juni war es nicht gelungen, über Partei- und Sprachgrenzen hinweg für seine geplante Staatsreform zu werben: Der flämische Norden fordert mehr regionale Zuständigkeiten, der französischsprachige Süden lehnt das ab. Inzwischen gebe es aber genügend Annäherung, um die Gespräche wieder aufzunehmen hieß es aus dem Palast. Chefvermittler Herman Van Rompuy hatte dazu einen Monat lang sondiert.

111 Tage nach der Wahl kommt so wieder Bewegung in die Regierungsbildung. Kritiker werfen Leterme jedoch vor, bislang eher provoziert als vermittelt zu haben. Während der monatelangen Krise hatten Medien immer wieder über eine Teilung des Landes spekuliert. Umfragen zufolge lehnen die meisten Belgier das jedoch ab.