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UBS ist Opfer der US-Hypothekenkrise

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UBS ist Opfer der US-Hypothekenkrise

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Die Schweizer Großbank UBS ist als weiteres europäisches Geldhaus im dritten Quartal Opfer der US-Hypothekenkrise geworden. Wegen außerordentlicher Abschreibungen rechnet UBS mit einem Vorsteuerverlust von etwa 420 Millionen Euro. Das wäre das erste Mal binnen neun Jahren, dass die Bank ein Quartal mit einem Minus abschließt.

Im ersten Quartal hatte es noch einen Gewinn von 2,7 Milliarden Euro gegeben, im zweiten Vierteljahr sogar von 3,8 Milliarden Euro. Für Vorstandschef Marcel Rohner war die Hypothekenkrise so nicht vorherzusehen: “Es hat sich bereits letztes Jahr abgezeichnet, dass in diesem Markt Schwierigkeiten auftreten können. Und gegen diese Schwierigkeiten haben wir uns auch abgesichert so gut es ging. Was effektiv eingetreten ist im dritten Quartal, hat alles überstiegen, was man je gesehen hat und sich vorstellen konnte.”

Im Zuge von Spekulationen auf dem amerikanischen Immobilienmarkt muss UBS insgesamt rund zweieinhalb Milliarden Euro abschreiben. In erster Linie hat die Großbank im Bereich festverzinslicher Wertpapiere und Währungen Altlasten aus einem inzwischen aufgelösten Hedge Fonds zu tragen.

Trotz dieser Einbußen bei ihrem Investmentarm erwartet die UBS für die ersten neun Monate einen Gewinn in einer Größenordnung von sechs Milliarden Euro.