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Weiterer Ramda-Prozess in Frankreich

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Weiterer Ramda-Prozess in Frankreich

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Der Algerier Rachid Ramda steht in Frankreich erneut vor Gericht. Ramda soll 1995 an mehreren Anschlägen im Pariser Nahverkehr beteiligt gewesen sein. Erst vor zwei Jahren wurde er aber von Großbritannien ausgeliefert, wo er wohnte.

Kurz danach bekam er in Frankreich schon zehn Jahre Haft, wegen Verbindungen zu einer terroristischen Vereinigung. Die neue Anklage wiegt noch schwerer; diesmal könnte Ramda bei einer Verurteilung lebenslange Haft drohen.

Viele der Anschlagsopfer sind beim Prozessbeginn an diesem Tag dabei. Einer von ihnen sagt, noch immer müsse er an die Schmerzen von damals denken, an die Schreie der Menschen. Täglich komme wieder die Erinnerung.

Und die Vorsitzende der Opfervereinigung hofft, dass Rachid Ramda sich nicht nur wie jetzt gerade über die Medien äußere, sondern nun auch hier
aussage: über Fingerabdrücke, Telefonnummern
und Geldüberweisungen.

Drei Anschläge waren es 1995, der schlimmste im U-Bahnhof Saint-Michel. Dort starben acht Menschen, insgesamt wurden knapp zweihundert verletzt. Ramda soll den Attentätern von London aus Geld überwiesen haben. Zwei Drahtzieher wurden schon 2002 verurteilt, zu Lebenslang.