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Nord- und Südkorea wollen Frieden schließen

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Nord- und Südkorea wollen Frieden schließen

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Mit der Unterzeichnung einer Erklärung über ihre künftige Zusammenarbeit haben Nord- und Südkorea ihr zweites Gipfeltreffen in Pjöngjang beendet. Beide Seiten wollen sich demzufolge um eine neue Runde multilateraler Gespräche mit den betroffenen Mächten bemühen, um einen Friedensvertrag auszuhandeln. Südkoreas Präsident Roh Moo Hyun und Nordkoreas Militärmachthaber Kim Jong Il unterzeichneten ein entsprechendes Dokument, in dem sie bekräftigten, dass sie eng kooperieren wollen, um militärische Feindseligkeiten zu beenden, Spannungen zu verringern und den Frieden auf der koreanischen Halbinsel sicherzustellen. Künftig soll es möglichst regelmäßig Gipfeltreffen zwischen beiden Ländern geben. Um die wirtschaftliche Kooperation auszubauen, soll der Güterfrachtverkehr auf den Eisenbahnverbindungen über die Grenze wieder aufgenommen werden. An der Westküste der Halbinsel soll eine Sonderzone für Frieden und Kooperation entstehen. Zur militärischen Entspannung wollen beide Länder an der umstrittenen Seegrenze eine gemeinsame Fischfangzone bestimmen. Auch das Begegnungsprogramm für auseinandergerissene Familien soll erweitert werden. Im Botanischen Garten von Pjöngjang pflanzte Roh symbolisch einen Baum, mit dem an das zweite Gipfeltreffen in der Geschichte des geteilten Korea erinnert werden soll. In Seoul demonstrierten dennoch mehrere Menschen gegen das Treffen. Nach ihrer Auffassung will der in Südkorea unbeliebte Roh in den letzten Monaten seiner Amtszeit vor allem innenpolitisch punkten. Sie fordern zunächst ein Ende der Herrschaft von Kim Jong Il in Nordkorea.