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WWF-Italien setzt Belohnung auf mutmaßliche Bärenmörder aus

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WWF-Italien setzt Belohnung auf mutmaßliche Bärenmörder aus

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Tierschützer in Italien trauern um drei Braunbären und zwei Jungtiere: Ein Laborbefund schließt jetzt aus, dass sie den Folgen einer Krankheit erlegen sind. Drei Tiere wurden wahrscheinlich vergiftet, die zwei jungen Bären starben eines natürlichen Todes. Einer der drei getöteten Bären war der bekannte “Bernardo”. Er hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Wohngegenden und Hühnerställe aufgesucht. Um ihn zu schützen, war die Vereinigung “Freunde von Bernardo” gegründet worden – sie zahlte Schadenersatz an Betroffene. Der World Wildlife Fund setzte eine Belohnung für Hinweise aus, die zur Ergreifung der Täter führen.
“Wir haben mit einer symbolischen Aktion reagiert”, sagt Franco Ferrroni von der Umweltschutzorganisation. “Mit den 10.000 Euro wollen wir das Schweigen brechen, das in der Regel herrscht, wenn es um Wilderei geht.” Die Braunbären zählen zu den vom Aussterben bedrohten Arten. Sie können bis zu 200 Kilogramm schwer werden. Im Nationalpark der mittelitalienischen Abruzzen, in Latium und in der Region Molise gibt es schätzungsweise noch zwischen 50 und 80 Exemplare.