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EADS-Affäre: Breton und Enders gehen in die Offensive

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EADS-Affäre: Breton und Enders gehen in die Offensive

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In der angeblichen EADS-Insider-Affäre sind die unter Verdacht geratenen Akteure in die Offensive gegangen. Sowohl Airbus-Chef Thomas Enders als auch Frankreichs Ex-Finanzminister Thierry Breton wiesen die Vorwürfe zurück.

Breton erklärte bei einer Anhörung im Finanzausschuss des Pariser Senats, er habe damals nichts von den Airbus-Problemen gewusst. Er habe auch nicht der Staatsbank CDC geraten, von Lagardere angebotene EADS-Anteile zu kaufen. Dies sei ein Dossier gewesen, mit dem das Finanzministerium in keiner Weise befasst gewesen sei.

Ein Konsortium um die CDC hatte 2,5 Prozent der Anteile gekauft, um das deutsch-französische Gleichgewicht im EADS-Kapital zu erhalten, und musste wegen der Kursverluste 180 Millionen Euro Verlustrückstellungen bilden. Lagardere und Daimler auf der deutschen Seite hatten ihre Anteile reduziert.

Airbus-Chef Enders äußerte Kritik am Vorgehen der Pariser Börsenaufsicht AMF. Er forderte die Behörde auf, die Ermittlungen rasch abzuschließen und angemessen zu kommunizieren. Die Presseberichte über den Bericht der AMF an die Staatsanwaltschaft sei “Rufschädigung”.

In Deutschland schloss sich die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger der Forderung französischer Aktionärsschützer an, die EADS-Hauptversammlung am 22. Oktober zu verschieben, um vor der Neuwahl des Verwaltungsrates alle Insidervorwürfe aufzuklären.