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Labour verliert Zuspruch in Umfragen

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Labour verliert Zuspruch in Umfragen

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Während in Großbritannien weiter über Neuwahlen spekuliert wird, schmilzt der Vorsprung der regierenden Labour-Partei zusammen. Nach einer neuen Umfrage liegt die Partei von Premierminister Gordon Brown mit 40 Prozent nur noch vier Punkte vor den Konservativen. Vor nur einer Woche waren das noch elf Punkte. Oppositionsführer David Cameron hatte auf dem Tory-Parteitag diese Woche Steuersenkungen versprochen. Die neuen Umfragen geben ihm nun zusätzlichen Rückenwind:
“Sie haben das Gerede von Neuwahlen selber aufgebracht. Die Labour-Partei denkt an nichts anderes!”, so Cameron. Darum solle es jetzt auch wirklich Wahlen geben, “damit die Leute entscheiden können, wer dieses Land am besten reformieren kann”.

Der Meinungsforscher Peter Kellner erklärt, dass der Druck auf Gordon Brown zunimmt, den Spekulationen um Neuwahlen ein Ende zu setzen: “Seit Wochen sind die Umfragen immmer wieder hoch und runter gegangen. Am besten würde Brown jetzt, nach den Parteitagen, ein paar Wochen warten, und gucken, ob da Ruhe rein kommt.” Aber er könne sich diesen Luxus nicht mehr leisten. “Brown muss jetzt, am Wochenende eine Entscheidung treffen!” Die Umfragen zeigen auch, dass die meisten Britten Neuwahlen wünschen.

Im Juni hatte Brown die Amtsgeschäfte von seinem Vorgänger Tony Blair übernommen. Bei den bisher guten Umfragen hatter er durchblicken lassen, dass er sich durch Wahlen im Amt legitimieren lassen könnte.