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Schwere Strafe in Siemens-Korruptionsskandal

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Schwere Strafe in Siemens-Korruptionsskandal

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201 Millionen Euro Strafe in der Siemens-Schmiergeldaffäre, aber dafür aber werden die dubiosen Geldströme nicht weiter verfolgt. Zumindest in der früheren Telekommunikationssparte “Com”. Mit der Münchner Staatsanwaltschaft hat sich der Technologiekonzern jetzt auf diese Geldbuße geeinigt. Konzernchef Peter Löscher betonte, dass Siemens die Aufarbeitung der Affäre weiter vorantreiben will. Der Konzern stehe zu seiner Verantwortung. Nach den bisherigen Ermittlungen hatten Siemens-Manager schwarze Kassen angelegt, aus denen Schmiergelder im Ausland gezahlt worden sein sollen.

Zur jetzt verhängten Strafe kommen 179 Millionen Euro Steuernachzahlungen. Und auch die Beratungskosten für das Unternehmen dürften weiter ansteigen: Allein in den letzten neun Monaten hat der Konzern 188 Millionen Euro für externe Berater ausgegeben. Zudem droht auch eine Strafe von der mächtigen US-Börsenaufsicht. Und auch die Ermittlungen gegen einzelne Siemens-Manger in Deutschland werden fortgesetzt.