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Batasuna bezeichnet Verhaftungen als "Kriegserklärung"

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Batasuna bezeichnet Verhaftungen als "Kriegserklärung"

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Ein Sprecher der verbotenen baskischen Separatistenpartei Batasuna nannte die Verhaftung der Führungsspitze eine “Kriegserklärung” an die linke Unabhängigkeitsbewegung des Landes. Die 23 Politiker wurden am frühen Morgen nach Madrid überführt. Unter ihnen auch 19 Führungsmitglieder.

Pernando Barrena, der an der verbotenen Versammlung nicht teilgenommen hatte, ist der einzige hochrangige Batasuna-Sprecher, der sich noch auf freiem Fuß befindet. Er bezeichnete die Festnahmen der militanten Linkspolitiker als eine “Straf- und Vergeltungsaktion”. Damit mache die spanische Regierung der separatistischen Unabhängigkeitsbewegung eine Kriegserklärung, so der Batasuna-Sprecher wörtlich.

Batasuna, mit der die Regierung in Madrid über Unterhändler noch vor einigen Monaten über eine mögliche Friedensregelung gesprochen hatte, hatte eine 14-monatige Waffenruhe im Juni für beendet erklärt.

Die Opposition begrüsste das harte Durchgreifen der Regierung. Der Vorsitzende der konservativen Volkspartei sprach der Regierung seine Unterstützung aus und forderte eine Erklärung seitens des Regierungschefs, nie wieder Verhandlungen mit einer terroristischen Vereinigung aufzunehmen.

In den meisten baskischen Städten und Ortschaften demonstrierten derweil Angehörige und Freunde für die Freilassung der baskischen Gefangenen. Auch für die kommenden Tage sind Proteste angekündigt.