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Italien will per Urabstimmung Renteneintritt mit 57 abschaffen

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Italien will per Urabstimmung Renteneintritt mit 57 abschaffen

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In Italien hat eine beispiellose Urabstimmung über die geplante Rentenreform begonnen. Bis Mittwoch sind etwa 15 Millionen Arbeiter und Angestellte aufgerufén, sich vor allem über das Kernstück des Maßnahmenpakets auszusprechen, nämlich die Anhebung des Pensionseintrittsalters.

Vom Ausgang der Basisabstimmung über die geplante Reform hängt auch das Schicksal der Regierung ab. Sollten die Beschäftigten den Daumen senken oder die Reform nur halbherzig unterstützen, wäre die angeschlagene Mitte-Links-Koalition wohl am Ende. Der zwischen der Regierung von Romano Prodi und den Gewerkschaften ausgehandelte Plan sieht vor, das Renteneintrittsalter von derzeit 57 Jahren schrittweise bis 2013 auf 61 Jahre heraufzusetzen. Prodi ist auf ein positives Abstimmungsergebnis angewiesen, auch um radikale Positionen in seiner Koalition zu verhindern.

Während den Kommunisten die Reform nicht links genug ist, lehnt der liberale Flügel der Koalition jede Veränderung am Sozialpaket kategorisch ab. Unterstützung bekommt Prodi von moderaten Gewerkschaftern, die die Arbeitnehmer aufrufen, mit Ja zu stimmen.