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Antrittsbesuch Sarkozys im Kremel deckt russisch-französische Meinungsverschiedenheiten auf

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Antrittsbesuch Sarkozys im Kremel deckt russisch-französische Meinungsverschiedenheiten auf

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Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat seinen Antrittsbesuch in Moskau beendet. Bei seinen Gesprächen mit seinem russischen Amtskollegen ging es neben weltpolitischen Problemen, auch um russische Bestrebungen, sich an europäischen Unternehmen zu beitiigen.

Sarkozy konterte die Expansionsbestrebungen des Gaskonzerns Gazprom: “Frankreichs Politik ist transparent und gegenseitig. Ich habe Präsident Putin gesagt, daß französische Investoren bereit sind sich an Untrernehmen wie Gazprom zu beteiligen”, sagte Sarkozy auf der gemeinsamen Pressekonferenz.

Sarkozy warb auch für eine gemeinsame Haltung zum iranischen Atomprogramm. Frankreich hat sich für eine Verschärfung der Sanktionen gegen den Iran ausgesprochen. Russland ist bislang dagegen.

Während Sarkozy eine gewisse Annäherung der Standpunkte sah, konstatierte Putin: “Wir haben keinerlei Beweise, daß Iran ein Kernwaffenprogramm besitzt. Deshalb gehen wir von der Annahme aus, daß der Iran keine Kernwaffen herstellen will. Wir wollen aber wie unsere Partner, daß das iranische Atomprogramm absolut transparent ist”, sagte Putin.

Im Lefortovo-Park in Moskau weihten die beiden Präsidenten ein Denkmal ein, das an eine französische Luftwaffeneinheit erinnert, die im Zweiten Weltkrieg von der Sowjetunion aus Kampfeinsätze gegen Deutschland flog.

Während Sarkozy im Verlauf des Besuches Putin mehrfach duzte und als “lieber Wladimir” ansprach, blieb der russische Präsident beim “Sie”.