Eilmeldung

Eilmeldung

Irakische Behörden untersuchen Vorfall mit ausländischer Sicherheitsfirma

Sie lesen gerade:

Irakische Behörden untersuchen Vorfall mit ausländischer Sicherheitsfirma

Schriftgrösse Aa Aa

Die irakischen Behörden untersuchen den jüngsten tödlichen Zwischenfall mit einer ausländischen Sicherheitsfirma in Bagdad. Nach Angaben aus der irakischen Hauptstadt richtete das Innenministerium eine Kommission ein. Am Dienstag waren zwei Frauen in ihrem Auto von Angestellten einer australischen Sicherheits-Firma erschossen worden. Bei den beiden Opfern handelt es sich um Christinnen. Die Beisetzungsfeierlichkeiten fanden in der orthoxen Kirche der armenischen Minderheit in Bagdad statt.
Das Sicherheits-Unternehmen erklärte, es wolle an der Aufklärung des Falles mitwirken. In den irakischen Medien ist die Empörung über den Vorfall groß. Eine irakische Menschenrechtsaktivistin kritisierte die Regierung in Bagdad, die gegen solche Vorfälle zu wenig unternehme. Im September hatten Mitarbeiter der amerikanischen Sicherheitsfirma Blackwater mehrere irakische Zivilisten erschossen. Nach irakischen Angaben gab es 17 Tote. Der Chef des Unternehmens wurde inzwischen auch von einem Ausschuss des Senats in Washington vernommen. Im Irak sind etwa 180 Sicherheitsfirmen tätig, die meisten davon aus den USA und Europa.